Alleine nach Mashhad

🕐 11. August 2016Mashhad, Iran ☀
Die letzten gemeinsamen Stunden

Am Tag darauf begannen wir den Tag zunächst mit einem leckeren Kaffee und bearbeiteten bis zum Nachmittag unseren schönen Blog. Da wir von dem vielen Reisen ziemlich platt waren, taten wir auch nicht viel mehr. Gegen Abend gingen wir noch einmal in die Stadt, um ein bisschen in den Basaren herum zu schnüffeln. Tatsächlich fand Till auch noch einige Gewürze für seine Mutter, Tee für seinen Vater und einen billigen, großen Rucksack für seinen Teppich. Zusätzlich kaufte er sich eine weitere kurdische Hose. David fand ein riesiges Glas Tahin (Sesampaste, unschlagbar lecker in Kombination mit Honig) zu einem unschlagbar günstigen Preis.
Das sollte das erste und einzige Mal gewesen sein, an dem wir beide, vereint zu einem großen Basar in Teheran gegangen waren. Jedenfalls schnabulierten wir am Abend noch einen dicken Falafel spezial bei unserem Stamm Falafel Laden und ließen den Tag bequem ausklingen.

Nicht zu vergessen trafen wir am Markt erneut auf die beiden deutschen Radler, die nun einen hoffnungslosen Plan zur Besorgung des China Visums ersonnen hatten; ER sollte nach Tiflis fliegen und Dort mit ihren Reisepässen die Visa beantragen, SIE sollte eine ruhige Kugel im Iran schieben. Leider gab es da ein paar Macken....
1) hatte der Boy keinen zweiten Eintritt in den Iran für sein Iran Visum - vielleicht würde man ihn bei seiner Rückkehr also gar nicht reinlassen . Das würde zudem bedeuten, dass SIE ohne Reisepass im Iran sitzt und nicht mehr ausreisen kann.
2) Hatte er nur Zeit, zwischen Hin und Rückflug an einem Tag zur Botschaft zu gehen (Mission Impossible).
3) hätte ein Flug der beiden nach China 300€ gekostet und sie hätten dafür kein besseres Visum gebraucht, der Hin und Rückflug nach Tiflis kostete IHN jedoch schon 250€...
Anmerkung von David: am Ende hatte alles gut geklappt und die Deutschen Radler hatten ihr erwünschtes Visum für China...

Am letzten gemeinsamen Tag schritten wir morgens ein letztes Mal zur chinesischen Botschaft, um aus der Illusion, es könnte inzwischen 3 Monats China Visa geben, einen gescheiterten Versuch zu machen. Dieses Mal schritt Till mutig in die Hallen der chinesischen Botschaft mit hinein; unmöglich konnte er David dabei alleine lassen. Nach ein bisschen Fernflirten mit der Dame an Schalter 3, die leider nichts zu sagen hatte, war David an der Reihe. Doch der Beamte brauchte nur eine Minute um David all seiner Hoffnungen zu berauben.
So begaben wir uns wieder auf den Rückweg.

Das letzte Abendmahl

Wieder begaben wir uns auf den Markt, um noch ein paar letzte Gewürze auf dem Nordmarkt zu erstehen. David ergatterte eine Packung spottbilligen Pfeffer. Abermals stärkten wir uns auf dem Rückweg mit einem Falafel und kamen erst am frühen Nachmittag im Khayyem Haus wieder an.
Wir hatten uns entschlossen, unsere "Trennung" ein bisschen zu feiern und im Laufe des Abends eine Torte zu kaufen und diese im Park zu verspeisen. Gesagt getan: um 5 waren unsere Mägen wieder leer genug und wir schritten mutig zur Konditorei.
Als wir dem Verkäufer die Menge unseres Einkaufes mitteilten, vermutete er, dieser sei für 5 Personen gedacht. Ja, zwinkerten wir, und zählten uns beide bis 5 herauf. Auf dem Weg zum Park gingen wir noch beim Supermarkt vorbei, um eine frische Milch zu kaufen - Teller, Tassen und einen Tee hatten wir aus dem Khayyem Haus mitgenommen.
Nach einigen Schwierigkeiten, den Park zu entdecken, wurden wir schließlich eine Seitengasse weiter fündig. Am Rande eines großen Brunnens, zwischen hohen Bäumen auf einer klapprigen Bank schließlich, tafelten wir unser Abschiedsmahl. Es war so heavy dass wir zwei Pausen einlegen mussten, am Ende aber schafften wir es!

Als wir zurück im Khayyem Haus waren, war es fast schon acht, und Tills Abgang rückte unausweichlich näher. Wir verbrachten noch zwei Stunden damit, Musik zu hören und peinlich im Khayyem house herum zu tanzen, dann packte Till seine Siebensachen, nahm David an die Hand und sagte dem house Lebewohl.
Da die Bahnen nicht mehr lange fuhren, musste David bereits vor der Endhaltestelle aussteigen und die Gegenbahn zurück nehmen. Mit jeder weiteren Bahnstation, erinnerten wir uns auch an die Stationen unserer Reise;
in München bei Wolle, das verflixte Österreich, ein erster Eindruck der Reise in Bosnien.
Danach die Küstenlinie Kroatiens, Montenegros und die Natur Mazedoniens auf dem Rainbow.
Unsere Arbeit in den Flüchtlingscamps und unsere Reise durch das malerische Bulgarien.

Die Trennung und Tills Heimreise

Als der Zeitpunkt schließlich näher rückte, an dem David aussteigen musste, machten wir noch ein letztes Selfie in der Bahn. Als die Haltestelle kam, verabschiedeten wir uns, und David drehte sich um und schritt hinaus. Als die Bahn sich in Bewegung versetzte, rannte er ihr hinterher, sodass ich Ihn weiterhin durchs Fenster sehen konnte.
Oh, welch Moment von Traurigkeit!
Als der Zug schließlich weiterfuhr, wurde mir erst meine neue Einsamkeit bewusst und ich musste mich bemühen, nicht aufzufallen.

Als ich ankam, musste ich noch ein ganzes Stück laufen. Mein Gepäck war schwer, und so futterte ich mit ein paar netten Gläubigen noch eine Melone ehe ich bis zur Mautstelle schritt.
Irgendwie hielt ich nur Taxis an, um zum Flughafen zu kommen... doch am Ende nahmen mich ein Haufen sehr schräger Typen bis direkt zum Flughafen mit.

Dort angekommen war es gegen 12 und ich hatte noch 4 Stunden bis zum Abflug. So vertrieb ich mir die Zeit damit, auf einem Stuhl zu hocken und nichts zu tun. In anderen Worten konnte ich die Zeit gar nicht vertreiben. Es dauerte echt lange, bis mein Schalter endlich aufmachte! Jedenfalls kam ich reibungslos bis ins Flugzeug und versuchte zu schlafen. Erstaunlicherweise schlief ich sofort ein und wachte erst im Anflug auf den Istanbuler Flughafen wieder auf. Leider war mein Nacken versteifter als Hugh Hefner auf das Playmate des Month!
Der Flughafen trollte mich leider hart, als mein Anschlussflug, dessen Eincheckgate noch nicht angegeben war, in einer Durchsage zum letzten Boarding aufgerufen wurde. Es kostete mich Zeit (leider!) und viele Nerven (!!!) um heraus zu finden, dass dies nur ein Fehler war und ich in Wirklichkeit zur planmäßigen Uhrzeit einchecken sollte. Naja, letzten Endes hatte es geklappt.
Als das Flugzeug landete, ging ich in die Halle, um mein Gepäck abzuholen und sonnte mich in der kühlen Luft Deutschlands.

Meine alte Heimat hatte mich wieder!

David fährt alleine nach Mashhad

So trennten sich also dir Wege von Till und mir, nach mehr als 100 Tag gemeinsam on-the-road, in denen wir durch dick und dünn gingen. Nach dem ich aus der U-Bahn stieg und plötzlich alleine war, musste ich mir ein kleines Tränchen verkneifen. Ein neuer Abschnitt meiner Reise begann und ich fühlte mich wieder wie an Tag eins.
Eine Stunde später kam ich im Khayyam Haus an und packte meine Sachen. Meinen Rucksack hatte ich erneut ziemlich abgespeckt und Till einige Sachen mitgegeben, die ich bisher nie gebraucht habe (sorry Silke, dein Reisehandtuch gehört dazu, sorry Tabea, das Ohne-Wörterbuch ebenso...). Vielleicht aber fühlte sich der Rucksack auch nur deswegen leichter an, da Tills Teppich nun nicht mehr hineingezwängt war. Wenig später erreichte mich dann auch ein Anruf von Till, dass er erfolgreich die 20km von der Metro-Endh altestelle zum Flughafen getramt sei und nun auf seinen Check-In warte. Ich kochte mir aus den containerten Auberginen noch Wegzehrung für den nächsten Tag und legte mich anschließend zur Ruhe.

Als ich aufwachte und mich in die Küche begab um mir einen Kaffee zu machen, stellte ich fest, dass ich nun nur noch einen und nicht mehr zwei Kaffees machen müsse. Sei's drum. Ich genoss die Ruhe am morgen (ja - ich bin wohl ein Morgenmuffel) und gegen elf schulterte ich meinen Rucksack, um Teheran hinter mir zu lassen. Der Plan war es, bis Bojnur zu trampen, wo Pouria einen Kumpel hatte, bei dem ich pennen könne. Aus der Metropole herauszukommen dauert allerdings eine halbe Ewigkeit und so war es bereits halb drei, bis ich die ersten 200km geschafft hatte, bis Mashhad sind es immerhin um die 900km. Unterwegs musste ich bereits mehrmals erklären, warum ich kein Geld habe. Ich erzählte die Geschichte jedesmal ein wenig anders, meist handelte sie davon, dass ich all mein Geld im Iran bereits aufgebraucht hatte und hier kein neues Abheben könne, Sanktionen und so.
Ich aß mein Mittagessen, Brot mit Auberginen und Tahin, und begab mich wieder zur Straße. Es war um die 16 Uhr, die Sonne knallte vom Himmel und der Verkehr war maßig. Die Autos waren vollgestopft mit F amilien und bis ein LKW hielt, dauerte es eine knappe Stunde, die zweitlängste Wartezeit bisher im Iran. Der Laster war ein alter Benz der mindestens 40 Jahre auf dem Buckel hatte und zehn Kilometer später war die Fahrt auch schon wieder an einem Polizeicheckpoint vorbei. Hier würde ich gut weiterkommen, meinte mein Fahrer und ich stieg aus.
Ich traf zuerst auf Polizist Mr. Good-Boy und fragte ihn nach Wasser. Der gab meine Flasche dem nächsten Rangtieferen und dieser trollte sich in Richting Polizeigebäude davon. Nach 5 Minuten kam er wieder - ohne Wasser. Weitere 5 Minuten später kam ein anderer Polizist mit einem Kühlkanister, meine Flasche war wohl im Müll gelandet. Ich kramte meine Tasse hervor, bediente mich bei dem Wasser und schulterte meinen Rucksack, da kam Mr. Good-Boy und zeigte auf die Bank: „Bus, Bus“. Aha, ich sollte also auf den Bus warten. Wie immer entgegnete ich: „Pool nadaram“. „No problem“, meinte Mr. Good-Boy.
Da kam ein anderer Polizist auf mich zu, nennen wir ihn Mr. Bad-Boy. „Passport“, war die Ansage und ich zuückte die Kopie meines Reisepasses, die mein Vater so mühevoll laminiert hatte. Die wollte Mr. Bad-Boy allerdings nicht haben und ich rückte wiederwillig meinen Reisepass. Der Polizist begann erstmal zu telefonieren und verschwand im Polizeihäuschen. 20 Minuten später war er wieder da und fragte mich irgendwelche Dinge auf Farsi. Natürlich verstand ich kein Wort, und da auch kein „nemi famam (ich verstehe nicht)“ half, begann ich wie gewohnt zufällig Antworten zu geben. Als ich nach ein paar Versuchen bei „Tourist“ angekommen war, war Mr. Bad-Boy endlich zufrieden und gab mir meinen Pass zurück.
Abermals wollte ich weiterziehen, aber Mr. Good-Guy bedeutete mir Platz zu nehmen und keine zwei Minuten später hatte er einen Bus für mich angehalten. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Busfahrer erklärte er mir auf den Bus zeigend: „Bus Mashhad, money no“. Alles klar, hab ich mir zum wiederholten Male im Iran eine Busfahrt erschnorrt. „Cheili mamnun (vielen Dank)“, sagte ich und wollte grade in den Bus einsteigen, als ich bemerkte, wie Mr. Bad-Boy im Bus Fahrgast um Fahrgast filzte. Ein Mann bekam ärger, irgendwas stimmte mit seinen Dokumenten nicht. Mit etwas schlechtem Gewissen stieg ich in den Bus ein und wir warteten noch eine viertel Stunde bis alle Kontrollen abgeschlossen und alle Fahrgäste wieder eingestiegen waren, endlich setzte sich der Bus in Bewegung.

Der VIP-Bus war recht voll, doch ich hatte einen Doppelsitz für mich. Es war mittlerweile 19 Uhr geworden. Den Plan nach Bojnord zu fahren verwarf ich und beschloss, die Gelegenheit zu nutzen, ganz einfach nach Mashhad zu kommen. Von meinen Mitfahrern erfuhr ich, dass wir zwischen drei und vier Uhr morgens in Mashhad ankommen würden und ich beschloss, dass es Zeit für ein ausgiebiges Nickerchen sei. Kaum hatte ich es mir halbwegs bequem gemacht, hielt der Bus an einer Fressbude für eine ausgiebige Pause. Eine halbe Stunde später ging es endlich weiter und ich konnte ein paar Stunden dösen.

Der Schrein Imam Rezas

Als wir Mashhad erreichten war es halb fünf in der Früh und Stockfinster. Wir kamen an einem riesigen Bus Terminal an und da es im Iran um sechs Uhr hell ist, beschloss ich, die zwei Stunden hier abzusitzen und dann in die Stadt zu ziehen.
Im Terminal liefen die ganze Zeit Busfahrer auf uns ab und versuchten Fahrgäste für ihre Fahrt zu gewinnen. Die meisten fuhren nach Teheran, so auch ein freundlicher Fahrer, der mich ein wenig zulaberte und dem ich zum Ausgleich ein paar Reisefotos aus dem Iran zeigte.
Zwei Stunden lang versuchte der arme Tropf vergeblich, Passagiere zu gewinnen. Vergeblich.
Schließlich wurde es hell und gegen acht Uhr morgens machte ich mich auf den Weg zum nächsten Park. Da er ein Stück weg war, trampte ich schnell ein Auto - kein Problem im Iran. Da sprachen mich zwei Iraner an, ob ich nicht hungrig sei und frühstücken wolle. Tarof, das sah ich sofort. Nein danke, entgegnete ich.
Doch sie ließen nicht locker und nach einer Weile meinte ich, ich hätte gerne einen Tee. Da nahm der eine Iraner die Beine in die Hand uns begann, zu seinem Haus zu rennen, während der andere lauthals zu lachen begann. Selber schuld, dachte ich mir und zwei Minuten später trank ich wortlos meinen Tee, das Interesse an einem Gespräch mit mir war mittlerweile gestorben, und ging weiter.
Im Park angekommen legte ich mich auf die nächstbeste Bank und döste erstmal zwei Stunden, ehe ich meine Couchsurfing Hosts kontaktierte. Diese waren zum Glück zu Hause. Auf dem Weg zur Metro trampte ich noch fix ein Motorrad und 30 Minuten später kam ich bei Kamran und Melika an. Sie wohnten in einer schönen Wohnung am Rande der St adt, alles war sehr sauber und gepflegt, nach den letzten Nächten im Khayyam Haus eine willkommene Abwechslung.

Ich verbrachte diesen Tag und den folgenden Morgen damit, nichts zu tun. Mittlerweile kam noch ein anderer Couchsurfer aus Deutschland an. Lukas hieß er und hatte soeben sein Visum für Turkmenistan abholen können. Mittags machte ich mich dann auf zum heiligen Schrein von Imam Reza, welcher von den Muslimen sehr verehrt wirs. Bereits auf dem Weg dorthin geriet ich in einen riesigen Strom an Pilgerern, die alle dasselbe Ziel hatten: das Grab Imam Rezas zu berühren.

Das Gelände des Schreins war riesig. Ich gab an, Muslim zu sein und kam problemlos an den Eingangskontrollen vorbei - Touristen ist es nämlich nur gestattet, den Platz, nicht aber den Schrein zu betreten. Ich folgte dem Strom der Menschen. Sie führten mich über einen gigantischen Platz in ein riesiges Gebäude, das an Größe europäischen Kathedralen nicht nachsteht. Die Farben sind in violett gehalten und alles ist reich mit Silber und Gold verziert. Ich ließ meine Schuhe am Eingang zurück und folgte dem Strom der Männer hinein. Immer mehr Menschen saßen betend auf den Teppichen. Als der Schrein Imam Rezas in Sichtweite kam, wurde aus dem Gedränge ein Geschubse und gechiebe, denn jeder versuchte mit seiner Hand den Schrein so lange wie möglich zu berühren. „Challenge accepted!“, dachte ich und begab mich in den Kampf. Zentimeter um Zentimeter schob ich mich näher an das mit Silber verzirte Grab. Durch das silberne Gitter sah ich die Gläubigen unmengen an Geldschneinen in den Schrein werfen. Ich kam näher, streckte meine Hand aus und... verdammt, es fehlte nur eine Hand breit zum Sieg. Da nahm ein Gläubiger meine Hand und drückte sie gegen den Schrein. Geschafft!
Nach ein paar Sekunden ließ ich ab und schlenderte anschließend noch ein paar Minuten durch die unzähligen Räume der Moschee. Bilder vom Schrein zu machen ist übrigens verboten, weswegen ich leider keine Impressionen davon zu zeigen habe.

Ich hatte genug gesehen und begab mich auf den Rückweg zu meinen Hosts. Dort kochte ich abends noch mein Lieblingsessen für alle (merke: ich habe viele Lieblingsessen): Kartoffelpuffer mit Apfelmuß.
Nach diesem Gaumenschmauß und einer interessanten Unterhaltung über die iranische Sicht auf Gott und die Welt begab ich mich viel zu spät ins Bett.

Auf Wiedersehen, Iran

Der nächste Morgen begann viel zu früh und ich gab meine letzte hunderttausend Rial einem Taxifahrer, der mich zu Flughafen brachte (die U-Bahn hatte um diese Zeit noch geschlossen). Heute endete nämlich auch meine Zeit im Iran, der Flug nach Dushanbe, in die Hauptstadt Tajikistans war gebucht und ich gewillt ihn anzutreten.
Die Alternative wäre gewesen, durch Turkmenistan nach Usbekistan zu trampen, doch ich hatte mich dagegen entschieden, da ich schlechte Geschichten anderer Tramper gehört hatte, die in Turkmenistan waren. Außerdem bekommt man für dieses Land nur ein fünf-Tages Transitvisum, aber auch nur mit einer Warscheinlichkeit von 50%. Da Usbekistan aufgrund seiner Registrierungspflicht auch nicht grade ein Paradies für Tramper ist, beschloss ich mir den Stress zu sparen und direkt nach Tajikistan überzusetzen.
So sollte ich auch noch rechtzeitig dort ankommen, um vor Einbruch des Winters den Pamir Highway, oder wie Marco Polo sagte das „Dach der Welt“, zu betrampen.

So stieg ich also in den Flieger, ließ den Iran hinter mir und startete vollgas in mein nächstes Abenteuer...